Dadurch können Belastungen reduziert und die Stabilität des Körpers verbessert werden. Gleichzeitig benötigt das Gehirn weniger Energie, um das Gleichgewicht gegen die Schwerkraft aufrechtzuerhalten.
Mit der Aufrichtung des Oberkörpers verlagert sich der Körperschwerpunkt mehr zur Körpermitte. Das führt dazu, dass sich der Druck gleichmäßiger über die gesamte Fußsohle verteilt.
Auch die Armbewegung verändert sich positiv: Die Ellenbogen nähern sich dem Körper an, sodass die Arme effizienter und geradliniger in der Bewegung eingesetzt werden können. Unnötige Drehbewegungen im Oberkörper werden reduziert, wodurch mehr Stabilität entsteht.
Durch die aufrechte Haltung können sich zudem anatomische Engstellen im Körper öffnen. Nerven, Blutgefäße und Lymphbahnen erhalten mehr Raum und können besser arbeiten. Das gesamte Herz-Kreislauf-System wird dadurch entlastet.
Ein weiterer wichtiger Effekt betrifft die Atmung: Das Zwerchfell – unser wichtigster Atemmuskel – bekommt mehr Bewegungsfreiheit. Dadurch wird eine tiefere und effektivere Atmung möglich.
Auch in den Unterarmen zeigen sich deutliche Veränderungen: Durch eine leichte Außenrotation der Hände kommen Elle und Speiche in eine parallele Ausrichtung. Die dazwischenliegende Bindegewebsstruktur (Membran) entspannt sich und verbessert die Durchlässigkeit für Nerven, Blut- und Lymphbahnen.
Diese Entspannung setzt sich über den gesamten Arm bis in Schulter und Nacken fort.
Neben den körperlichen Effekten beeinflusst die aufrechte Haltung auch das innere Erleben: Sie kann sich positiv auf die Stimmung, das Selbstgefühl und die Wahrnehmung der Umgebung auswirken. Das periphere Sehen wird verbessert und ermöglicht ein bewussteres und intensiveres Erleben.